Fotos und Texte: Annette Diesler

Friede sei mit Dir!

01. Dezember 2008

Shalom! Friede sei mit dir!
Wörtlich: heil sein, Wohlbefinden

Deswegen wird dieser Gruß nicht nur in der Bibel, sondern bis heute häufig als Gruß beim Kommen und Gehen verwendet. Eigentlich viel ausdrucksstärker als unser schnödes „Guten Tag“ oder „hallo“.

Als Gläubige erhoffen und erbeten wir den Frieden als Gabe Gottes.

Diesen SHALOM wünsche ich Ihnen bei der Bewältigung Ihres heutigen Tagespensums!

 

02. Dezember 2008

„Gegen Unrecht – wenn man es als solches erkennt – muss man sich wehren, da gibt’s nichts anderes. Schweigen ist da, obwohl es Verachtung auszudrücken vorgibt, selber verächtlich. Nicht nur die Betroffenen müssen reagieren; auch den Unbeteiligten, wo immer sie ein Unrecht sehen, kommt es zu, sich dagegen aufzulehnen. Ihr Schweigen ist Mitschuld und beruht zumeist auf denselben Motiven wie das Schweigen der Betroffenen, nämlich auf Ängstlichkeit. Nur nicht anstoßen … nur nicht sich Unannehmlichkeiten zuziehen; das ist das Grundmotiv, wenn es sich auch äußerlich als vornehme Zurückhaltung gebärdet.“

Bertha von Suttner, Friedensnobelpreisträgerin 1905

 

03. Dezember 2008

Sprich, die du noch Lippen hast
Worte können Sonnen werden
Worte können Flüsse werden
Worte können Tore öffnen
Brücken bauen
Worte können Tyrannen stürzen
Wenn nur viele von uns – genug -
Sich mit Worten wappnen.

Todesanzeige von Alva Myrdal,
Friedensnobelpreisträgerin 1982

 

04. Dezember 2008

„Lasst uns alle zusammen Gott danken für diese wundervolle Gelegenheit, gemeinsam die Freude ausdrücken zu können, dass wir Frieden verbreiten, die Freude, dass wir einander lieben, und dass wir IHN lieben, dass die Ärmsten der Armen unsere Brüder und Schwestern sind…Ich vergesse nie ein kleines Kind, einen Hindujungen von vier Jahren. Er hatte irgendwie gehört: ‚ Mutter Teresa hat keinen Zucker für ihre Kinder.’ Er ging nach Hause zu seinen Eltern und sagte: ‚Ich will drei Tage lang keinen Zucker essen, ich schenke ihn Mutter Teresa!’ Nach drei Tagen mussten ihn seine Eltern zu mir bringen, und er schenkte mir ein Gläschen Zucker.“

Aus der Nobelpreisrede von Mutter Teresa vom 10. Dezember 1979

 

05. Dezember 2008

Iphigenie oder es geht auch anders

Die mythologische Figur der Iphigenie steht für Friedfertigkeit.
Wer sie verstehen will, muss für drei Einsichten offen sein:

  1. Die Einsicht der Sym-pathie (also des Mit-Leids). Weil Iphigenie Mitleid mit ihrem Bruder empfindet, kann und will sie ihn nicht töten.
  2. Die Einsicht in die Möglichkeit des Anderen und Neuen, die Iphigenie vom Orakel lernt: Nimm das Bild, brich den Bann und geh! D.h. Löse dich von allen bisherigen Fixierungen und Vorstellungen, werde mündig und vertraue der inneren Stimme.
  3. Die Einsicht in die Chancen der List, die nicht schwächer sein müssen als die des Schwerts und der Gewalt. Biblisch ausgedrückt: Seid klug wie die Schlangen!

Mt 10,16

 

06. Dezember 2008

Das Testament

„Über mein ganzes übriges, realisierbares Vermögen wird auf folgende Weise verfügt: Das Kapital … in sicheren Wertpapieren angelegt, soll einen Fonds bilden, dessen Zinsen jährlich als Preisbelohnung an diejenigen verteilt werden sollen, die im verlaufenen Jahre der Menschheit den größten Nutzen erwiesen haben. Die Zinsen werden in fünf gleiche Teile geteilt, … ein Teil an den, der am meisten oder am besten für die Verbrüderung der Völker und die Abschaffung oder Verminderung der stehenden Heere sowie die Anordnung und Förderung von Friedenskongressen gewirkt hat.“

Alfred Bernhard Nobel, Paris, den 27. November 1895

 

07. Dezember 2008

Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht einen Frieden wie die Welt ihn gibt, gebe ich euch. Euer Herz beunruhige sich nicht und verzage nicht.

Aus dem 14. Kapitel des Johannesevangeliums

 

08. Dezember 2008

„Niemand weiß, wer für den Krieg verantwortlich zu machen ist, alle kriegführenden Nationen sind verantwortlich und klagen einander an. Aber zuletzt muss die Menschlichkeit doch wieder zur Geltung kommen. Die alten Elemente menschlichen Verstehens und menschlicher Güte müssen wieder in den Vordergrund treten, und dann könnte es wohl sein, dass man den Neutralen Vorwürfe macht und sagt: ‚Was war mit Euch, dass ihr Euch still verhieltet, während diese entsetzlichen Dinge geschahen, und unsere Leute für einen Augenblick die Besinnung verloren hatten in diesem Fanatismus nationalen Empfindens?’"

Jane Addams, Friedensnobelpreisträgerin 1931

 

09. Dezember 2008

Selig, die Frieden stiften;
denn sie werden Kinder Gottes genannt werden.

Mt 5,8

 

10. Dezember 2008

Die 10 Pflichten der Könige

Die „Zehn Pflichten der Könige“ sind in Birma weithin bekannt und werden allgemein als Richtschnur akzeptiert, an der eine moderne Regierung ebenso wie jener erste Monarch gemessen werden kann. Diese Pflichten sind:

DANA (Großmut)
SILA (Sittlichkeit)
PATRICAGGA (Selbstaufopferung)
AJJAVA (Unbestechlichkeit, Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit)
MADDAVA (Freundlichkeit)
TAPA (Enthaltsamkeit)
AKKODHA (Besonnenheit)
AVIVHAMSA (Gewaltlosigkeit)
KHANTI (Nachsichtigkeit)
AVIVRODHA (nicht gegen den Willen des Volkes zu handeln)

Diese tradierten Pflichten beschreiben nicht nur die Erwartung des Volkes an eine demokratische Regierung, sie legitimieren sie auch.

Aung San Suu Kyi
Die Friedensnobelpreisträgerin von 1991 steht seit 18 Jahren fast ununterbrochen unter Hausarrest

 

11. Dezember 2008

Streitschlichter

Streitschlichter sollten in der Lage sein, die momentane Gefühlslage der Konfliktparteien wahrzunehmen. Durch genaue Beobachtung kann eine notwendige Empathie entwickelt werden, denn menschliche Grundgefühle werden in erster Linie mimisch und stimmlich ausgedrückt. Gefühle können vom Gesicht insbesondere im Bereich des Mundes und der Stirn abgelesen werden. Auch die unterschiedliche Intonation der Stimme sagt beim gleichen Satz Verschiedenes aus. Und doch werden diese Zeichen von unterschiedlichen Personen unterschiedlich empfunden und gesehen. Kann sich ein/e Streitschlichter/in auf die Gefühlslage der Streitenden einstellen, so gelingt es ihm/ihr eher Verständnis und Vertrauen zu vermitteln.

 

12. Dezember 2008

Die Zahl zwölf ist so etwas wie ein Leitmotiv der Bibel: 12 Stämme Israels, 12 Edelsteine auf dem Brustschild des Hohenpriesters, 12 kleine Propheten, 12 Apostel.

Sie ist eine Idealzahl (dreimal vier). Sie ist die Zahl der Stunden des Tages oder der Nacht, der Monate des Jahres und der Tierkreiszeichen. In den Klöstern sang man während der Nacht 12 Psalmen. Benedikt von Nursia schildert die Leiter des Jakobstraums mit 12 Sprossen als Leiter der Tugenden. In der Offenbarung des Johannes begegnet die Zwölfzahl 22mal. Die himmlische Stadt Jerusalem ist ganz von der Zwölfzahl bestimmt. Zwölfmal zwölftausend = 144tausend ist die Zahl der Auserwählten und damit die Gesamtzahl der Heiligen.

 

13. Dezember 2008

„Wir haben eine einfache Botschaft an die Welt: Wir wollen leben und lieben und eine gerechte und friedvolle Gesellschaft aufbauen. Wir wollen für unsere Kinder, wie auch für uns selbst, für unser Leben zu Hause, bei der Arbeit und beim Spiel, dass es ein Leben voll Freude und Frieden ist. Wir sind uns bewusst, dass es von uns allen Hingabe, harte Arbeit und Mut verlangt ein solches Leben aufzubauen. Wir sind uns bewusst, dass viele Probleme in unserer Gesellschaft bestehen, die den Ursprung von Konflikten und Gewalt darstellen… Wir lehnen jeglichen Einsatz einer Bombe, einer Kugel und aller Gewaltmittel ab. Wir widmen uns selbst der Arbeit mit unserem Nachbarn, von nah und fern, tagein und tagaus, um eine friedvolle Gesellschaft aufzubauen…“

 

14. Dezember 2008

Schließlich, liebe Geschwister,
freut euch, fangt noch einmal an, lasst euch ermutigen, lebt einmütig und in Frieden! Gott ist Liebe und Frieden und wird mit euch sein.
Begrüßt euch untereinander mit dem heiligen Kuss.

2 Kor 13,11

 

15. Dezember 2008

Meide das Böse und tu das Gute; suche Frieden und jage ihm nach!

Psalm 34, Vers 15

 

16. Dezember 2008

Meine Erde

Mutter Erde, Mutter Heimat.
Hier ruhen die Gebeine und
das Vermächtnis meiner Vorfahren,
in dir begrub man
die Großeltern, die Enkel/innen und die Söhne und Töchter.

Hier häuften sich Knochen auf Knochen,
die Knochen der Deinigen, die Knochen der
lieblichen Kinder dieser Erde.
Sie düngten den Mais, die Jukkas,
die Malangas, die Chilicayotes,
die Kürbisse, die Güicoyes, die Güisquiles.

Hier formten sich meine Knochen.
Hier wurzelt meine Nabelschnur,
und deshalb blieb ich hier,
Jahr um Jahr,
Generation um Generation…

Nach Rigoberta Menchú Tum
Friedensnobelpreisträgerin 1992

 

17. Dezember 2008

Wenn Sie hier klicken, gelangen Sie zu einem Kreuzworträtsel zum Thema Frieden. Die Auflösung dazu erfahren Sie morgen.

 

18. Dezember 2008

Achtung! Hinter diesem Klick verbirgt sich die Auflösung zum Friedens-Kreuzworträtsel vom 17.12.

 

19. Dezember 2008

„Ich bin immer noch sehr gespannt darauf, was ich alles mit meinem Leben anfangen kann. Jeden Tag stehe ich interessiert auf und frage mich: ‚Was tue ich heute, das einen Unterschied bewirkt?’ Findet das, was für euch einen Unterschied bewirkt. Habt keine Angst vor Risiken, habt den Mut herauszufinden, was euch Freude macht, denn durch eure Freude könnt ihr anderen Menschen Freude bringen. Ich bin am besten, wenn ich Freude empfinde…“

Jody Williams
Friedensnobelpreisträgerin 1997
kämpft für das Ziel einer minenfreien Welt.

 

20. Dezember 2008

„Liebe Menschen in China! Dies ist ein Brief der Liebe, den ich Euch sende… Ich bin Amerikanerin, und das, was Ihr vielleicht einen Kapitalisten nennt. Muss das eine Barriere für Liebe sein? Meine hält es nicht zurück. Natürlich gibt es viele Unterschiede zwischen uns. Die Traditionen unserer Länder sind unterschiedlich. Es gibt sogar Unterschiede in unseren Charakteren und in unseren Sprachen und Religionen. Doch um wie viel mehr sind wir gleich! Gleich sind wir geboren zu leiden. Wir lachen und weinen, wie es nur Menschen können…“

Emily Greene Balch
Friedensnobelpreisträgerin 1946

 

21. Dezember 2008

Friedensritual

Eine Traumreise

Stelle dir eine Türe vor. Über dieser kannst du die Aufschrift "Frieden" lesen.
Öffne diese Türe und... (zum Weiterlesen hier klicken)

 

22. Dezember 2008

„Angst ist ein Zustand wie jeder andere auch, wie Hunger zum Beispiel. Er kommt, und ich habe gelernt, damit umzugehen. Jeder, der im Iran für die Menschenrechte kämpft, lebt in Angst. Aber man muss die Angst überwinden.

Schirin Ebadi
Friedensnobelpreisträgerin 2003

 

23. Dezember 2008

Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Großmut, Freundlichkeit, Treue, Bescheidenheit, Selbstbeherrschung…
Wir wollen nicht prahlen, nicht miteinander streiten und einander nichts nachtragen.“

Apostel Paulus im Brief an die Galater

 

24. Dezember 2008

Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns geschenkt. Die Herrschaft liegt auf seiner Schulter; man nennt ihn: Wunderbarer Ratgeber, Starker Gott, Vater in Ewigkeit, Fürst des Friedens.

Seine Herrschaft ist groß, und der Friede hat kein Ende. Auf dem Thron Davids herrscht er über sein Reich; er festigt und stützt es durch Recht und Gerechtigkeit, jetzt und für alle Zeiten.

Jesaja 9,5f

 

Schalom, salam, paz, peace, pace, paix, so vielschichtig wie der Klang des Wortes „Frieden“, so mühsam ist er oft zu erringen bzw. zu halten. Wie Frauen sich für den Frieden einsetzen, dazu kommen in den diesjährigen Adventsimpulsen u.a. 10 Friedensnobelpreisträgerinnen zu Wort.

Die 24 Türen unseres Adventskalenders haben täglich einen kleinen Friedensimpuls für Sie parat.

 

 

"...zu einem Leben in Frieden hat Gott euch berufen".

1 Kor 7,15