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Politisch aktuelle Ausstellung im Herzogenrather Nell-Breuning-Haus
"Arm trotz Arbeit" aus
der Sicht von Frauen
| Von Nachrichten-Mitarbeiter Herogenrath. Drei Mini-Jobs erledigen, Stress ohne Ende haben - und unterm Strich gerade genug zum Leben verdienen. Viele Frauen fallen trotz hohem Arbeitseifer unter die Arbeitsgrenze. "Arm trotz Arbeit!", ein Thema für die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd). Vor zwei Jahren kam der Ball bei einem Studientag der kfd im Herzogenrather Nell-Breuning-Haus ins Rollen. "Viele Frauen müssen solch einen enormen Aufwand betreiben, überhaupt arbeiten zu können, dass finanziell fast nichts hängen bleibt", beschrieb Sonja Billmann, Sprecherin des Aachener Diözesanverbandes die traurigen Erkenntnisse des damals gestarteten Denkprozesses. Viele Lebensbeispiele von Frauen haben die Mitglieder des kfd seitdem gesammelt. "Eine war dabei", erklärte Billmann, "die fünf Mini- Jobs hat und doch mit Kohle heizen muss, weil ihr andere Wärme zu teuer wäre". |
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Griff zum Pinsel Konkrete Probleme, die eher beiläufig auch zu kreativen
Abstraktionen auf Leinwänden wurden. "Uns kam spontan die
Idee, das Thema auch künstlerisch anzupacken", so Billmann.
Unter Leitung der Herzogenrather Künstlerin Uta Göbel- Groß
griffen neun Damen zum Pinsel, darunter auch Sonja Billmann, die mit
dem Malgerät nur wenig vertraut war. Zunächst blieben die
Farbtöpfe ohnehin zu. |
"Wir haben
einen Tag darauf verwandt, uns dem Thema zunähern, die Bergriffe
"Arm" und "Arbeit" für uns zu definieren",
verdeutlichte Göbel-Groß. |
Wie das Werk
"zerrissen sein", das dunklen Rottönen einen in der Mitte
durchtrennten Frauenkörper zeigt. "Frauen müssen vieles
sein", erklärte Uta Göbel-Groß, "Erwerbstätige,
Hausfrau und Mutter, das zerrt an einem". |
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