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Sri Lanka - Das Land in Stichworten
Sri Lanka ist eine vor der Südostspitze Indiens gelegene Insel mit einer Fläche von 65.610 qkm. Drei Regionen lassen sich unterscheiden: die feuchte Tiefebene an der Südwestküste, die Gebirgsregion im Inneren der Südhälfte (Teeanbaugebiet) und das trockene Tiefland an der Küste im Nordwesten, Osten und Südosten.
Das Land ist relativ arm an Bodenschätzen. Die Landwirt-schaft ist nach wie vor der wichtigste Wirtschaftssektor. Seit der britischen Kolonialzeit beherrschen die Monokul-turen wie Tee, Kautschuk und die Kokosprodukte das Bild der Insel. Außerdem werden Gewürze hergestellt.
Im Gegensatz zu Indien war die Außenorientierung der Wirtschaft immer schon sehr stark. Die Industrialisierung im Rahmen marktwirtschaftlicher Orientierung und Export-förderung (Bsp. Textilindustrie) soll vor allem der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit dienen.
Der Inselstaat ist seit 1948 unabhängiges Mitglied im
Commonwealth und trug bis 1972 den Namen Ceylon.
Heute ist Sri Lanka ist eine demokratische sozialistische Republik mit 19,7
Millionen Einwohnern (2003). Das beherrschende Merkmal des Landes ist die
ethnische, sprachliche, religiöse und regionale Segmentierung. Die Singhalesen
stellen mit 74 % die größte Bevölkerungsgruppe. Zweitgrößte
Gruppe sind die Tamilen, die wiederum in zwei Untergruppen gegliedert sind:
die Sri Lanka-Tamilen und Indien-Tamilen (Teepflückerinnen und Teearbeiter).
Die Moors (Nachfahren arabischer Händler) stellen mit 7 % die drittgrößte
Bevölkerungsgruppe.
Jede Gruppe hat ihre eigene Sprache, Religion und Lebensbereich. Die militärischen Auseinan-dersetzungen zwischen den sog. "Liberation Tigers of Tamil Eelam" und der Staatsmacht vor allem im Norden des Landes erschüttern das Land sehr stark.