Workshops Lydiafest, 8. November 2003

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Wachsen am „Mehr“ einer anderen Frau

Referentin: Dr. Dorothe Markert

Durch die Frauenbewegung der 70er Jahre haben Frauen, in der bis dahin nur von großen Männern bevölkerten Geschichte, immer mehr große Frauen entdeckt und verschüttetes Wissen über sie ausgegraben. Wir können viel lernen aus den Erzählungen über diese Frauen oder aus ihren Texten, so wie wir auch aus der Lydia-Geschichte etwas lernen können. Doch sind es wirklich diese großen, fernen Frauen an denen wir wachsen? Was ist es, wodurch eine andere Frau für mich ein Mehr hat? Wie bekomme ich Zugang dazu? Wie kann ich mich selbst, orientiert an einem solchen „Mehr“, authentisch weiterentwickeln? Diese Fragen möchte ich in meinem Workshop mit Ihnen zusammen untersuchen. Dabei werde ich auch das einbringen, was ich von italienischen Philosophinnen über „Begehren“, „affidamento“ und „weibliche Autorität“ gelernt habe.

Dr. Dorothe Markert: geb. 1950, von 1972 an in der Frauenbewegung aktiv. Seit 1988 Vorträge und Veröffentlichungen zum Denken und zur Politik der italienischen Philosophinnen. Bis 1997 Lehrerin, zuletzt Lehrbeauftragte an der Pädagogischen Hochschule. Heute ist sie selbständige Publizistin, Übersetzerin und Referentin.

Wo: Domsingschule, Ecke Katschhof oder Anna Schule, Jesuitenstraße
Wann: 13.30 Uhr bis 16.15 Uhr


Weibliche Autorität und Macht

Referentin: Barbara Baumann

Autorität und Macht - für uns Frauen eher ambivalent besetzte Begriffe - oder doch nicht mehr?! Frauen haben sich in den letzten Jahren auf den Weg gemacht, um ihr eigenes Macht- und Autoritätsverständnis zu entwickeln und zu beschreiben. Sich autorisieren, eine andere autorisieren, ermächtigen, empowerment... um nur einige neue Stichworte zu nennen. Die hinter diesen Begriffen stehenden Gedanken wollen wir uns im Workshop aneignen und sie auf der Grundlage der eigenen Erfahrungen gegenlesen und weiterdenken.

Barbara Baumann:
kath.Theologin und Biologin, Referentin Bischöfliches Generalvikariat, Fachbereich Freizeitpastoral, Supervisorin (DGSv), 9 Jahre Referentin für Frauen und stellv. Leiterin an der KHG Aachen, Lehrbeauftragte an der KFH Aachen (fem. Theologie, Supervision), Mitautorin "Frauenliturgie" Kösel 1998

Wo: Domsingschule, Ecke Katschhof oder Anna Schule, Jesuitenstraße
Wann: 13.30 Uhr bis 16.15 Uhr


Gott - eine Frau? Wer ist Gott für mich?

"Um groß zu werden - in jeglichem Sinne - braucht eine Frau eine andere Frau, die größer ist als sie."

Referentin: Silvia Retta-Juchem

Durch die Frauenbewegung der 70er Jahre haben Frauen, in der bis dahin nur von großen Männern bevölkerten Geschichte, immer mehr große Frauen entdeckt und verschüttetes Wissen über sie ausgegraben. Wir können viel lernen aus den Erzählungen über diese Frauen oder aus ihren Texten, so wie wir auch aus der Lydia-Geschichte etwas lernen können. Doch sind es wirklich diese großen, fernen Frauen an denen wir wachsen? Was ist es, wodurch eine andere Frau für mich ein Mehr hat? Wie bekomme ich Zugang dazu? Wie kann ich mich selbst, orientiert an einem solchen „Mehr“, authentisch weiterentwickeln? Diese Fragen möchte ich in meinem Workshop mit Ihnen zusammen untersuchen. Dabei werde ich auch das einbringen, was ich von italienischen Philosophinnen über „Begehren“, „affidamento“ und „weibliche Autorität“ gelernt habe.

Silvia Retta-Juchem:
40 Jahre, verheiratet, 4 Kinder, katholische Theologin und Sozialarbeiterin.
Silvia Retta-Juchem arbeitet als Geburtsvorbereiterin und Referentin für religiöse und pädagogische Themen in unterschiedlichen Einrichtungen der Stadt Aachen.

Wo: Domsingschule, Ecke Katschhof oder Anna Schule, Jesuitenstraße
Wann: 13.30 Uhr bis 16.15 Uhr


FrauenZimmer

oder: Wie ich mich im Leben einrichte

Referentin: Luitgard Gasser

Die Raumsituation im Seminar, die wir vor Ort vorfinden und die Weise,
wie wir uns darin für 2,5 Stunden einrichten, wird das Medium sein, um miteinander über die Gestaltung der eigenen LebensRäume ins Gespräch zu kommen. Was brauchen Sie unbedingt? Worauf können Sie sich (zeitweise) einlassen? Was muß sofort geändert werden und was bewirkt die Veränderung?
Der so entstehende Prozeß wird durch kleine Übungseinheiten ergänzt und in Verbindung ge-setzt mit Ihrer ganz eigenen Gestaltungsweise im privaten wie beruflichen Alltag.

Luitgard Gasser:
Dipl.-Ing., Jg. ´58, ursprünglich Innenarchitektin, seit ´93 Gestaltkunst- und Gestaltkörpertherapeutin in Freier Praxis für Einzelne, Paare, Kinder. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind u.a. der konstruktive Umgang mit aggressiven/depressiven Lebensweisen und die Gestaltung weiblicher LebensRäume im weitesten Sinn.

Wo: Domsingschule, Ecke Katschhof oder Anna Schule, Jesuitenstraße
Wann: 13.30 Uhr bis 16.15 Uhr


"Sie liebt sie."

Referentinnen: Daniela Berding und Annette Müller

"Meine Aufgabe ist es nicht, andern das objektiv Beste zu geben, sondern das meine, so rein und aufrichtig wie möglich." (Hermann Hesse)
Lesbischsein ist Lebensrealität vieler Mädchen und Frauen, aus Angst vor Sanktionen nicht selten versteckt. Lesben sind überall - in Politik, in Verwaltung, auf der Straße, im Kiosk um die Ecke und auch in der Kirche!
In diesem Workshop geht es um reine Aufrichtigkeit: Lesbischsein als Potenzial, als Lebensform, die Vielen entspricht. Wir wollen an eigenen Erfahrungen ansetzen, uns austauschen und ermutigen, Wege reiner Aufrichtigkeit und Toleranz zu entwickeln. Auf Wunsch wird die Teilnahme vertraulich behandelt.

Daniela Berding und Annette Müller: ehrenamtliche Mitarbeiterinnen der Katholischen jungen Gemeinde (KjG) im Diözesanverband Köln

Wo: Domsingschule, Ecke Katschhof oder Anna Schule, Jesuitenstraße
Wann: 13.30 Uhr bis 16.15 Uhr


Alles für chic - oder was?

Näherinnen in Weltmarktfabriken und Konsumentinnen in Kaufhäusern

Referentin: Julia Wältring

Junge Frauen sind es überwiegend, die in den Weltmarktfabriken für Bekleidung in Mexiko, Argentinien oder Indonesien unter menschenunwürdigen Bedingungen arbeiten. Junge Frauen aber sind es auch, die sich zusammenschließen, Fabriken besetzen und gemeinsam für ihre Rechte als Arbeiterinnen und für ihre Selbständigkeit als Frauen kämpfen.
Im Mittelpunkt stehen die Zusammenhänge zwischen den Arbeitssituationen dieser Frauen und den Einflussmöglichkeiten von uns als Konsumentinnen. Die Kampagne für Saubere Kleidung z.B. fordert von den Modemultis bei der Produktion die Einhaltung sozialer Mindeststandards, kratzt durch öffentlich wirksame Aktionen an ihrem Image und erzeugt so Handlungsdruck. Je nach Interesse ist eine öffentliche Aktion Teil des Workshops.

Julia Wältring:
Referentin für Internationale Solidaritätsarbeit beim BDKJ-Diözesanverband Aachen

Wo: Domsingschule, Ecke Katschhof oder Anna Schule, Jesuitenstraße
Wann: 13.30 Uhr bis 16.15 Uhr


Leben und arbeiten in der Tätigkeitsgesellschaft

Arbeit - Leben - Zeit in eine neue Balance bringen

Referentin: Lucia Schneiders-Adams

Arbeit ist mehr als Erwerbsarbeit. Wirtschaft und Politik konzentrieren sich jedoch weiterhin auf nur eine Form der Arbeit, die bezahlte Erwerbsarbeit. Andere Formen von Arbeit, die vor allem von Frauen geleistet wird und gesellschaftlich unverzichtbar ist, z.B. Familienarbeit, gemeinwesenbezogene Arbeit, wird ausgeblendet und als nachrangig betrachtet.
In diesem Forum geht es darum, wie Frauen leben und arbeiten wollen. Es geht um ihre Erfahrungen, Wünsche und Zukunftsvorstellungen. Vorgestellt und diskutiert wird der Entwurf einer Tätigkeitsgesellschaft. Darin stehen alle Formen von Arbeit in einem neuen Verhältnis zueinander und sind in einer kooperativen Vielfalt gleichwertig miteinander verbunden. Dieser Zukunftsentwurf bietet die
Chance, Arbeit – Leben – Zeit in eine neue Balance zu bringen und sich mit neuen Ideen - die Mut machen - in die politische Debatte einzumischen.

Lucia Schneiders-Adams:
Diplompädagogin Bildungsreferentin in der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung KAB in Köln mit den Arbeitsschwerpunkten Konzeption und Begleitung der verbandlichen Frauenarbeit sowie Zukunft der sozialen Sicherung

Wo: Domsingschule, Ecke Katschhof oder Anna Schule, Jesuitenstraße
Wann: 13.30 Uhr bis 16.15 Uhr


Nachhaltige Entwicklung: Global denken – lokal handeln

Frauen entdecken ihre Stärke am konkreten Projekt

Referentin: Gertrud Grotthaus

Eine lebenswerte Zukunft für alle - hier und weltweit. Dieses Ziel hat die KAB-Frauen in Birgden motiviert, praktische Ansätze zu finden für eine nachhaltige Entwicklung. Sie gründeten vor 5 Jahren den TREFFPUNKT - eine Begegnungsstätte für Bildung und Kommunikation sowie sozialer Kontaktraum. Die AGENDA 21 konkret im Alltag zu leben, dazu will der TREFFPUNKT beitragen. Im Angebot sind: ökologische Waschmittel, Verkauf von „Eine-Welt-Produkten“, Kinderkleidertauschbörse, und vieles mehr.
Das Projekt wird vorgestellt und eine Verbindung geknüpft vom Erdgipfel 1992 in Rio de Janeiro bis Johannesburg 2002. Das Projekt in Birgden und das Frauenprojekt in Nicaragua – zwei Seiten der Nachhaltigkeitsmedaille.

Gertrud Grotthaus:
Verantwortliche in der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung, Birgden und Mitinitiatorin des „TREFFPUNKT“

Wo: Domsingschule, Ecke Katschhof oder Anna Schule, Jesuitenstraße
Wann: 13.30 Uhr bis 16.15 Uhr


Frauen erheben ihre Stimme

Musik-Workshop

Referentin: Bea Nyga

Die biblische Figur der Lydia war der
Aufhänger, sich auf die Suche nach Liedern über biblische Frauen überhaupt zu machen.
Und siehe da – die Suche war erfolgreich.
Bea Nyga eröffnet den Reigen bunter Lieder über Mirjam, Maria, dich und mich...
Hören Sie zu und singen Sie mit – mehrstimmig, einstimmig, rhythmisch und klangvoll.

Bea Nyga:
42 Jahre, 1,69 m, barock,
Lippenstift gern orange,
seit 1965 Hypochonderin, Musikerin, Erwachsenenbildnerin, Entertainerin, Eventberaterin, gutes Essen und guter Wein...

Wo: Domsingschule, Ecke Katschhof
Wann: 13.30 Uhr bis 16.15 Uhr


Die Farbe PURPUR

Kreatives Nachdenken mit Farbe

Referentin: Uta Göbel-Groß

Purpur – die königliche, die göttliche, die weib-liche Farbe, changierend zwischen Rottönen und einem Hauch von Blau, intensiv, satt, expressiv. Wir wollen mit Pinsel und Farbe und Kreiden UNSEREM Purpur nachspüren, es zu Papier bringen, es entstehen lassen, es wirken lassen und der Geschichte zuhören die es uns erzählt. So wird jede Teilnehmerin IHR Kraftbild zum Thema Purpur zum Ausdruck bringen.
Vorkenntnisse sind nicht nötig, bitte einen Malkittel mitbringen.
(Materialanteil: 4,-- €)

Uta Göbel-Groß:
Malerin, Zeichnerin, Archäologin zwischen den Kulturen; sie arbeitet mit Stift und Pinsel, mit Erden und Pigmenten und spürt den vielschichtigen Ebenen menschlichen Da-Seins nach.

Wo: Domsingschule, Ecke Katschhof oder Anna Schule, Jesuitenstraße
Wann: 13.30 Uhr bis 16.15 Uhr


Trommelbau für Mädchen

Referentin: Esther Kaschel

Die Geschichte der Trommel ist auch die
Geschichte der Menschen.
Es gibt kaum eine Kultur, die nicht irgend eine Form von Trommeln kennt.
Wir bauen uns aus Lederresten etc. unsere eigene Trommel.

Silvia Esther Kaschel:
Bildungsreferentin der KJG
Daniela Lentzen, Mitglied der KJG, Mitglied der Frauen - AG

Wo: Domsingschule, Ecke Katschhof oder Anna Schule, Jesuitenstraße
Wann: 13.30 Uhr bis 16.15 Uhr


Mit allen Sinnen begreifen – FILZ

Frauen – filzen – Seile –
Seilschaften – ein Netzwerk entsteht – zusammenwachsen.

Referentin: Ursel Graff-Meisenberg

Unter unseren Händen entsteht aus vielen einzelnen, empfindlichen Fasern ein großes stabiles Ganzes – FILZ. Wir werden gemeinsam Seile filzen.
Die Farbe ist Purpur in all ihren Nuancen. Jede nimmt die Endfarbe der Vorgängerin auf und filzt in ihrer eigenen Farbharmonie weiter. Zusammengenommen, durch jede verbunden ein starkes Netzwerk. Einzeln, leicht, der Schmuck, die Kette, der Schal, der Gürtel FILZ.
Jede Teilnehmerin erhält 150 g Australmerino. Der Kostenbeitrag ist 5,-- € pro Person.
Bitte mitbringen: 1 Topf (2 l), 2 Handtücher, 1 Schraubdeckelglas.

Ursel Graff-Meisenberg:
geb. 1952 in Aachen Ausbildung zur Chemielaborantin. Seit 1998 selbstständige Künstlerin mit Atelier in Vaals (NL); Schwerpunkt: Textile Kunst und Arbeit mit lernbehinderten Jugendlichen; Seit 1992 Ausstellungen im In- und Ausland.

Wo: Domsingschule, Ecke Katschhof oder Anna Schule, Jesuitenstraße
Wann: 13.30 Uhr bis 16.15 Uhr


WENDO

Selbstverteidigung und Selbstbehauptung für Frauen

Referentin: Christel Schäfer

Übergriffe gegen die sexuelle Selbstbestimmung der Frau gab es schon immer. Auf der Seite der Frau hat sich aus den sehr alten Erfahrungen die Haltung von Hilflosigkeit und Ohnmacht entwickelt, auf der Seite der Männer (Täter) die Haltung von Macht.
WENDO ist eine junge Form (aus den 70ern), Frauen zu lehren, sich zu wehren, zu verteidigen bzw. eine solche innere Haltung zu entwickeln, dass sie überhaupt nicht mehr in eine Situation eines sexuellen Übergriffes geraten.
WENDO arbeitet mit sehr viel Bewußtseinsbildung zur Einübung von Selbststärkung und mit Techniken zum Lernen von konkreter Verteidigung. Es setzt bei der individuellen Situation der einzelnen Teilnehmerin an und ist als Hilfe zur Selbsthilfe zu verstehen.
Denken Sie bitte an bequeme Kleidung!

Christel Schäfer:
1966 geboren in Unterfranken, Erzieherin, 6 Jahre Tätigkeit in der verbandlichen Jugendarbeit, seit 1994 Leiterin eines Kinder- und Jugendzentrums in Aachen, zurzeit in Elternzeit, seit 1994 Wendo-Trainerin und nebenberuflich Kurse für Mädchen und Frauen verschiedener Altersgruppen und Herkunft; seit 2000 Supervisorin

Wo: Domsingschule, Ecke Katschhof oder Anna Schule, Jesuitenstraße
Wann: 13.30 Uhr bis 16.15 Uhr


Mit mir nicht!

Selbstbehauptung und Selbstverteidigung für Mädchen

Referentin: Kerstin Schneemann

Immer mal wieder gibt es Ärger oder nervige Zusammenstöße. Leider fallen Dir oft erst hinterher die passenden Antworten ein.
In diesem Workshop kannst Du mit anderen Mädchen neue Möglichkeiten Dich zu verhalten erproben.
Vielleicht beschäftigt Dich manchmal der Gedanke was Du tun könntest wenn Du angegriffen wirst.
Im Workshop wird jede einfache Tricks zur Selbstverteidigung lernen und Ihre Stärke kennen lernen. Was Du hier lernst, kannst Du für die Rangelei auf dem Schulhof verwenden, aber auch für wirklich bedrohliche Situationen.
Du bekommst einen Einblick in das Wen Do- Konzept zur Selbstbehauptung und Selbstverteidigung für Mädchen und Frauen. Dafür musst Du weder besonders fit oder
sportlich sein. Jedes Mädchen kann sich wehren.

Kerstin Schneemann:
Jahrgang ´63, Architektin, Kunsttherapeutin, Mutter einer
20-jährigen Tochter...und seit 12 Jahren Leiterin von Wen Do -Kursen

Wo: Domsingschule, Ecke Katschhof oder Anna Schule, Jesuitenstraße
Wann: 13.30 Uhr bis 16.15 Uhr


…den roten Faden finden

In Gebärden, im Tanz und Spiel: dem eigenen und dem Leben Lydias nachspüren.

Referentin: Agi Beck

Mit dem Leib - durch Tänze, Gebärden und im bibliodramatischen Spiel – werden wir Lydias Lebensspur entdecken und nach empfinden.
Gemeinsam und jede für sich werden wir den roten Faden suchen und spinnen, der unser eigenes Leben durchzieht.
Für die Teilnahme an diesem Workshop sind außer Neugierde und der Freude an Bewegung mit Musik und Text keinerlei Vorkenntnisse erforderlich.

Agi Beck:
Frauenreferentin der Region Eifel.
Religionspädagogin, Anleiterin für Sakralen und Meditativen Tanz und Leiterin von Bibliodramen.

Wo: Pfarrheim St. Foillan, Hof
Wann: 13.30 Uhr bis 16.15 Uhr


Meditatives Tanzen

Referentin: Ingeborg Bechold

Den Spuren Lydia’s folgend wollen wir tanzend andere Länder bereisen, ihren Kulturen und Religionen begegnen.
Über Schwellen gehen, eigene Grenzen überschreiten, Neuland betreten.
In der Begegnung mit sich, mit den Mittanzenden, mit einer alten neuen Möglichkeit, im meditativen und sakralen Tanzen mit dem Göttlichen in Verbindung zu kommen - dazu lade ich herzlich ein.
Wir tanzen überwiegend einfache Kreistänze. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Bringen Sie bitte bequeme Kleidung und Schuhe mit.

Gertrud Grotthaus:
Verantwortliche in der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung, Birgden und Mitinitiatorin des „TREFFPUNKT“

Wo: Kirche St. Nikolaus, Großkölnstraße
Wann: 13.30 Uhr bis 16.15 Uhr


Mosaiksteine des Lebens ent-decken

Bibliodrama zum Lebens-konText der Lydia

Referentin: Monika Jöris

Die Lydia-Geschichte in der Bibel ist voll innerer und äußerer Bewegung:
„Laufen, fahren, hinausziehen ...“ – Leben und Glauben der Lydia findet nicht nur am Fluss einen Ort, sondern ist selbst im Fluss, bereit für verändernde Neuanfänge.
„Niedersetzen, öffnen, hineinkommen“ – und doch hat sie in aller Bewegung auch Orte zum Bleiben, findet und gestaltet „Zuhause“.
Mit unterschiedlichen kreativen Möglichkeiten werden wir an diesem Nachmittag einzelnen Text-Worten und -Bildern nachgehen und können so Mosaiksteine des Lebens und Glaubens von Lydia und uns selbst entdecken

Monika Jöris:
Ich bin Referentin für die regionale Frauenarbeit in Kempen-Viersen
(u.a. mit Ausbildung in Bibliodrama)
Bibliodrama bedeutet für mich: Biblische Texte, Menschen und
Erfahrungen „mit Leib und Seele“ zu erleben und erlebbar zu machen.

Wo: Domsingschule, Ecke Katschhof oder Anna Schule, Jesuitenstraße
Wann: 13.30 Uhr bis 16.15 Uhr


Lydia und die Frauen in Phillippi

Bibliodrama

Referentin: Christa Baggen

Lydia, eine Frau der Urkirche, eine Frau, die Verantwortung übernimmt, die viele begeistert. Einladen möchte ich, dass wir uns in einer sehr lebendigen Form mit dem Text aus der Apostelgeschichte auseinandersetzen.
Sehr oft sind mit dieser Form der Bibelarbeit, die man Bibliodrama nennt, ganz neue und überraschende Erfahrungen möglich.
Vielleicht wird es für Sie zum "Aha-Erlebnis", wenn Sie erfahren, was Sie aus den alten Texten der Heiligen Schrift für ihr Leben herausholen können.

Christa Baggen:
Gemeindereferentin, Aachen

Wo: Domsingschule, Ecke Katschhof oder Anna Schule, Jesuitenstraße
Wann: 13.30 Uhr bis 16.15 Uhr


Frauenseilschaften

Ein Leben in der Gemeinschaft der Schwestern Unserer Lieben Frau

Referentinnen:
Sr. Lucia Maria Bergrath und Sr. Marie-Theres Hasenbeck

Wer selber leben will, muss sich entscheiden.
Dazu braucht es Orientierungen, Lebensentwürfe, Sehnsüchte, Träume, Visionen und andere,die mitgehen.
Lydia hat sich zu einem Leben aus dem Glauben und seiner Lebenskraft entschieden. Wir als Schwestern Unserer Lieben Frau haben uns entschieden, mitzubauen an einer lebendigen Kirche wie Jesus sie gemeint hat.
Wir wollen Glauben mit allen Sinnen und die Menschen, denen wir begegnen, einladen die
Wirkmacht des sinnlichen Glaubens zu erfahren.

Sr. Lucia Maria Bergrath, Mülhausen und Sr. Marie-Theres Hasenbeck:
Schwestern Unserer Lieben Frau

Wo: Domsingschule, Ecke Katschhof oder Anna Schule, Jesuitenstraße
Wann: 13.30 Uhr bis 16.15 Uhr


Frauenleben als Arbeiterinnen

Referentin: Roswitha Kallies

Frauen treffen sich und bilden weibliche Seilschaften.
Lydias Idee aufgreifend, lernen Sie hier ein Modell kennen, bei dem Frauen durch Frauen in der Gestaltung ihres Arbeitsprozesses unterstützt werden.
Durch Informationstafeln wird das Tätigkeitsfeld und der Tagesablauf einer Mitarbeiterin beschrieben. Anwesende Frauen berichten von ihrer Arbeit und die dadurch entstandene Möglichkeit der Weiterbildung.

Roswitha Kallies:
Leitung der Mobilen Sozialen Dienste.

Wo: Domsingschule, Ecke Katschhof oder Anna Schule, Jesuitenstraße
Wann: 13.30 Uhr bis 16.15 Uhr


Lydia und ihre Schwestern leben ihre Charismen

Gemeindeleitung von Frauen damals und heute

Referentin: Angelika Fromm

Wir betrachten, in welchen verschiedenen Funktionen Frauen in der Alten Kirche pastoral und missionarisch tätig waren, setzen das in Beziehung zur gegenwärtigen Situation und lassen Visionen für ein gendergerechtes Amt in einer erneuerten Kirche entstehen.
Im Rahmen einer Zukunftswerkstatt versuchen wir dabei gemeinsam das Profil einer Gemeindeleiterin zu entwickeln, und überlegen ermutigende Wege zur Verwirklichung unserer Ideen und Einsichten...

Angelika Fromm:
52 Jahre alt. Ich war 25 Jahre Lehrerin, habe 3 Kinder, bin seit über 30 Jahren im kirchlichen Ehrenamt tätig. Absolventin der 3-jährigen Ausbildung im „1.Diakonatskreis für Frauen“

Wo: Domsingschule, Ecke Katschhof oder Anna Schule, Jesuitenstraße
Wann: 13.30 Uhr bis 16.15 Uhr


Frauen autorisieren sich

Referentin: Burga Gripekoven

Mein Weg in und mit der Gemeinde kann
Mut machen, da er deutlich zeigt, was alles schon von Frauen und Laien in der Katechese und Liturgie übernommen werden kann und was die Gemeinde mitträgt und mitfeiert.
Von diesem Weg und diesem Tun möchte ich erzählen und darüber mit Ihnen ins Gespräch kommen.

Burga Gripekoven:
58 Jahre, seit 20 Jahren aktiv ehrenamtlich in verschiedenen Bereichen der Katechese und
Liturgie: PGR-Vorstand, Katechese, Predigtdienst, Wortgottesfeierleitung, Beerdigungsdienst, Sterbebegleitung

Wo: Domsingschule, Ecke Katschhof oder Anna Schule, Jesuitenstraße
Wann: 13.30 Uhr bis 16.15 Uhr


Lydias Weggefährtinnen

Frauen bauen die Kirche im 1. Jahrhundert auf

Referentin: Dr. Helen Schüngel-Straumann

MReferentin: Dr. Helen Schüngel-Straumann
Die verbreitete Meinung, Paulus habe auch "Mitarbeiterinnen" gehabt, läßt sich so nicht halten. In der Realität der frühen Kirche war Paulus einer unter vielen, manche Frauen waren schon vor ihm Christinnen und hatten mit ihren Hausgemeinden einen maßgebenden Anteil am Aufbau und der Weiterentwicklung der frühen christlichen Bewegung. Sie übten leitende Funktionen aus, waren Prophetinnen, Verkünderinnen und Apostolinnen
(so Maria von Magdala, Junia u.a.).
Im Workshop sollen exemplarisch einige dieser Fauen und ihre Hauskirchen, ohne die die Arbeit der männlichen Prediger schnell wieder verpufft wäre, näher beleuchtet werden.

Dr. Helen Schüngel-Straumann:
Schweizerin, geb. 1940 in St. Gallen, Professorin für Biblische Theologie (AT) bis 2000, Universität Kassel, Verf. exegetischer und feministischer Bücher u. Aufsätze, Mithrsg. am Wörterbuch für Feministische Theologie, Gründerin der Helen-Straumann-Stiftung für Feministische Theologie, www.feministische-theologie.de

Wo: Domsingschule, Ecke Katschhof oder Anna Schule, Jesuitenstraße
Wann: 13.30 Uhr bis 16.15 Uhr


Die Workshops: