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Fotos und Texte: Annette Diesler
Ausnahmen: Fotos vom 25. Februar (Thomas Hoffmann), 7. März (Transfair) und
20. März (Fairtrade)
Frauen-Fastenkalender
gottes-wort am menschen-ort
Aschermittwoch, 25. Februar

„Kehrt um zu mir von ganzem Herzen mit Fasten, Weinen und Klagen.” (Joel 2,12)
Im 4. Jahrhundert führte das Konzil von Nicäa die 40-tägige Fastenzeit ein.
Fasten im biblischen Sinn bedeutet aber eigentlich weniger die Einhaltung bestimmter Vorschriften, als die Besinnung auf die Verantwortung, mit den Gaben Gottes und seiner Schöpfung gut umzugehen und diese maßvoll zu gebrauchen.
Wo ist bei mir ein Maß überschritten, das mir und anderen nicht mehr gut tut?
Donnerstag, 26. Februar

„Jeder Schriftgelehrte also, der ein Jünger des Himmelreichs geworden ist, gleicht einem Hausherrn der aus seinem reichen Vorrat Neues und Altes hervorholt.” (Mt 13,52)
Inmitten
uralter Traditionen
neue Worte finden für das Unsagbare
Leer-räume entdecken
die zum Innehalten einladen
Pierre Stutz
Freitag, 27. Februar

„Vielmehr ertragen wir alles, um dem Evangelium Christi kein Hindernis in den Weg zu legen.” (1 Kor 9,12)
Verbringe nicht die Zeit mit der Suche nach einem Hindernis. Vielleicht ist keines da...
Franz Kafka
kfd - Wir handeln ökumenisch und lernen mit Frauen anderer Religionen.
Samstag, 28. Februar

„Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; doch am größten unter ihnen ist die Liebe.”
(1 Kor 13,13)
Du glaubst, du weißt, du hoffst, du liebst,
was du wohl heut den andern weitergibst.
Du tanzt, du küsst, du singst, du spielst,
was du wohl heute mit den andern fühlst.
Text und Musik: Rolf Zuckowski
Aus: Lieder wie Perlen, kfd-Liederbuch
Sonntag, 1. März

„Selig, wer im Reich Gottes am Mahl teilnehmen darf.” (Lk 14,15)
Rezept für eine Fastenspeise:
Semmel-Schmarrn mit Pflaumenkompott
(für 4 Personen)
8 Alte Semmeln / Brötchen
1/2 Ltr. Milch
6 Eier
300 Gramm Zucker
80 Gramm Rosinen
1 Abgeriebene Zitronenschale
50 Gramm Butter
1 Teel. Zimt
von Frater Franz Neuhausen, Benediktinerabtei Rohr
Für die Zubereitung geht's hier weiter:
Die Semmeln halbieren und in Scheiben schneiden. In eine große Schale die Milch, die Eier, 250g Zucker, die Rosinen und die gerieben Schale einer Zitrone geben und verrühren. über die geschnittenen Semmeln geben und einziehen lassen. In einer Pfanne Butter geben und heiß werden lassen. Die Semmelmasse dazu geben. Das Ganze in den Backofen schieben und ca. 20 Minuten bei 200 Grad beidseitig backen. Anschließend den Schmarren in walnussgroße Stücke zerteilen (am besten mit zwei Löffeln) und in einer Pfanne mit dem Rest des Zuckers und 1 Teelöffel Zimt bestreuen. Auf einer feuerfesten Platte anrichten. Dazu Pflaumenkompott reichen.
Montag, 2. März

„Sechs Tage sollst du deine Arbeit tun.” (Ex 23,12)
Kate: „ALF, du arbeitest?” - ALF: „Ich versuche zu arbeiten. Das ist viel anstrengender.”
Filmzitat aus: Alf
Dienstag, 3. März

„Ich gieße meinen Geist über deine Nachkommen aus und meinen Segen über deine Kinder.” (Jes 44,3)
Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut, sondern auch für das, was man nicht tut.
Laotse
kfd - Wir fördern das Miteinander der Generationen.
Mittwoch, 4. März

„Jesus war müde von der Reise und setzte sich daher an den Brunnen.” (Joh 4,6)
Wage eine Reise nach innen
Wohin geht mein Weg?
Was nehme ich mit auf meine Reise?
Was brauche ich wirklich?
Wird mir jemand helfen beim Tragen?
Was lasse ich bewusst zurück, um meine Reise zu erleichtern?
Was ist wesentlich in meinem Leben?
Was bleibt am Ende meiner Lebensreise?
Pierre Stutz
Donnerstag, 5. März

„Du solltest aber fröhlich und guten Mutes sein.”
(Lk 15,32)
Manche leben ihr Leben so vorsichtig,
dass es noch wie neu ist, wenn sie sterben...
Unbekannter Verfasser
Freitag, 6. März

„Eile . knete und backe Kuchen.” (Gen 18,6)
Zitronenkuchen aus Papua-Neuguinea zum Weltgebetstag der Frauen
50 g Butter
350 g Zucker
3 Teelöffel Vanillinzucker
5 Eier
400 g Mehl
3 Teelöffel Backpulver
Zitronensaft und Schale von mind. 1 Zitrone
Rührteig herstellen (Butter mit Zucker und Eier schaumig rühren), das gesiebte, mit Backpulver gemischte Mehl hinzugeben; auf ein Backblech geben und ca 30 bis 45 min bei ca 180 bis 200 Grad backen.
Samstag, 7. März

„Die Gerechtigkeit blühe auf in seinen Tagen.”
(Ps 72,7)
Fairtrade stärkt Frauenrechte und startet eine Blumenaktion zum Weltfrauentag 2009. Mit dem Kauf von Fairtrade-Rosen zeigen Sie sich solidarisch mit den Blumenarbeiterinnen in Afrika und Lateinamerika.
Sie tragen dazu bei, dass sichere, gesunde und fair bezahlte Arbeitsplätze in der Blumenindustrie geschaffen und erhalten werden.
Nähere Infos unter www.transfair.org
Sonntag, 8. März

„Du sollst das Kraut auf dem Felde essen.” (Gen 3,18)
Rezept für eine Fastenspeise:
Karamellisiertes Sauerkraut mit Entenleber
Zutaten für zwei Personen:
300 g frisches Sauerkraut
4 EL brauner Zucker
4 EL Honigessig
1 Apfel (zum Beispiel Reine de Reinette)
Butter
Salz
Pfeffer
200 g frische Entenleber
150 g Kalbsfond
Zubereitung:
Sauerkraut in braunem Zucker und Essig wenige Minuten lang dünsten.
Apfel schälen, in Spalten schneiden und in einer Pfanne in etwas Butter dünsten.
Entenleber waschen, trocken tupfen und mit Pfeffer und Salz würzen.
Entenleber in sechs Streifen schneiden, wenige Minuten in etwas Butter hellbraun anbraten und auf einem Küchenkrepp abtropfen lassen. In dieser Pfanne den Kalbsfond erhitzen.
Sauerkraut auf zwei Teller verteilen, Apfelspalten seitlich daneben anrichten, Entenleberstreifen auf das Sauerkraut legen und den Kalbsfond angießen.
Autor: Ulrike Bartels
Montag, 9. März

„Gott ist unsere Zuversicht und Stärke.” (Ps 46,2)
Jeder neue Tag hat zwei Griffe...
Wir können ihn am Griff der ängstlichkeit oder am Griff der Zuversicht halten ...
Henry Ward Beecher, amerikan. Prediger
kfd - Wir setzen uns ein für die gerechte Teilhabe von Frauen in der Kirche.
Dienstag, 10. März

„Deswegen begehen die Juden . den 14. Tag des Monats Adar als Festtag, den sie mit Essen und Trinken feiern und an dem sie sich gegenseitig beschenken.” (Est 9,19)
Purim - das Losfest - ist ein Freudenfest der jüdischen Religion, bei dem sich Kinder und Erwachsene wie beim Karneval verkleiden, Masken tragen und Lärm machen. Die Entstehung von Purim geht auf das alte Testament zurück, wo zum ersten Mal über eine Judenverfolgung, die um 470 vor Christus im Perserreich stattgefunden hat, berichtet wird.
Speziell zu Purim gibt es süßes Gebäck, wie die Haman-Taschen in dreieckiger Form, die mit Mohn und Honig gefüllt sind oder die Haman-Ohren.
Mittwoch, 11. März

„Eure Alten sollen Träume haben.” (Joel, 3,1)
Jeder der sich die Fähigkeit erhält,
Schönes zu erkennen, wird nie alt werden.
Franz Kafka
Donnerstag, 12. März

„Meint ihr, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen?” (Lk 5, 21)
Wir sagen nicht zu allem Ja und Amen
Wir packen an, wo Hilfe nötig ist
Sind Freundin, Hexe oder feine Damen
Wir überstehen jeden Kirchenzwist
Aus: Frauen wie wir, kfd-Song und -Tanz von bea & franks
Freitag, 13. März

Du hast sogar Zusagen für die ferne Zukunft gemacht. (nach 2 Sam 7,19)
Kirk: „Wir versuchen nicht, die Zukunft oder die Vergangenheit zu verändern, Pille. Wir versuchen, die Gegenwart zu verändern.” - McCoy: „Aber wir sind die Vergangenheit der Zukunft anderer Menschen.” - Kirk: „Das ist das spitzfindigste Argument, das ich jemals gehört habe.”
Filmzitat aus: Raumschiff Enterprise
Samstag, 14. März

„Er wird dir vergeben in seiner Liebe.” (Zef 3,17)
Das Wort Verzeihung ist die beste Münze im Haus.
Aus China
Sonntag, 15. März

„Er gibt denen Speise, die ihn fürchten...” (Ps 111,5)
Tischgesang
Wir sagen Dank, Gott,
für Speis' und Trank.
Für alles Leben,
das du gegeben!
Segne das Essen, segne Herz und Verstand!
Text und Musik: Norbert M. Becker
Aus: Lieder wie Perlen, kfd-Liederbuch
Montag, 16. März

„Suchet das Gute und nicht das Böse.” (Am 5,14)
Die Harmonie zwischen zwei Menschen ist niemals gegeben.
Sie muss immer wieder neu erobert werden.
Simone de Beauvoir
Dienstag, 17. März

„Lasst uns erforschen und prüfen unsern Wandel.”
(Klg 3,40)
Existenz ist Wandel, Wandel ist Reifung, Reifung ist ewige Selbsterneuerung.
Henri Bergson
kfd - Wir schaffen Raum, Begabungen zu entdecken und weiterzuentwickeln.
Mittwoch, 18. März

„Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde.” (Offb21,1)
Man wird nie neues Land entdecken,
wenn man immer das Ufer im Auge behält...
Aus Vietnam
Donnerstag, 19. März

„Der Geliebte ist mein, und ich bin sein.” (Hld 2,16)
„Man entscheidet nicht wirklich selbst wen man heiratet. Gott entscheidet das für dich lange im Voraus und dann wirst du sehen, wen er dir da an den Hals hängt.”
Kirsten, 10 Jahre
Freitag, 20. März

„Ihr sollt in meinem Reich mit mir an meinem Tisch essen und trinken .” (Lk 22,30)
Vom katholischen Hilfswerk MISEREOR stammt die Idee der Aktion Coffee-Stop.
Heute sind überall in Deutschland, Belgien und den Niederlanden Menschen aufgefordert Kaffee zu kochen und andere auf eine Tasse Kaffee einzuladen. Freunde, Familie, Nachbarn und Passanten sind eingeladen eine freiwillige Spende für Projekte von MISEREOR zu geben.
Samstag, 21. März - Neujahrsfest

„Es gibt keinen Gott außer Gott, Mohammed ist der Gesandte Gottes und Ali ist der Auserwählte Gottes.”
Geburtstag des Heiligen Ali und Neujahrsfest
Ali gehört als Heiliger zum Glaubensbekenntnis der Aleviten. Aleviten glauben, dass Ali (Vetter und Schwiegersohn des Propheten Mohammed) als Heiliger geboren wurde im Neujahr (Newroz), am 21. März 598 n. Chr. in Mekka.
An die Stelle der Einheit Gottes setzen die Aleviten die Trinität Allah - Ali - Mohammed.
Sonntag, 22. März

„Gott gebe dir vom Tau des Himmels, vom Fett der Erde, viel Korn und Most.” (Gen 27,28)
Rezept für eine Fastenspeise:
Weinsuppe
Zutaten:
1 ½ Liter weißer Wein
8 bis 10 Eidotter (Eigelb)
Zucker
Zitronenschale
etwas Wasser
Croutons
Zubereitung:
1 ½ Liter weißer Wein, mit Zucker und etwas Zitronenschale, wird kochend gemacht, dann an acht bis zehn Eidottern, die vorher mit etwas Wasser gut verrührt sind, gegossen und über Croutons angerichtet.
aus einem Regensburger Fastenkochbuch von 1909
Montag, 23. März

„...nehmt euch das Wort zu Herzen, das in euch eingepflanzt worden ist und das die Macht hat, euch zu retten.” (Jak 1,21)
Glücklich
wer sich selber erkennt im Spiegel
um seinen Beitrag einzubringen
der auch anderen Klarsicht ermöglicht
Pierre Stutz
Dientag, 24. März

„Du machst neu die Gestalt der Erde.” (Ps 104,30)
Ganz gleich wie beschwerlich das Gestern war, stets kannst du im Heute von neuem beginnen.
Aus China
kfd - Wir engagieren uns für gerechte, gewaltfreie und nachhaltige Lebens- und Arbeitsbedingungen in der Einen Welt.
Mittwoch, 25. März

„Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären: dem sollst du den Namen Jesus geben.”
(Lk 1,31)
Ein Schlüsselerlebnis ist diese Botschaft des Engels für Maria ganz sicher gewesen.
Zu Schlüsselerlebnissen mit Kirche, Religion und Glauben werden für viele Menschen heute die Angebote der Citykirchen in Aachen, Krefeld und Mönchengladbach. Ob Konzert, Segen für Liebende, Performance, thematische Ausstellungen oder Meditativer Tanz: hier ist Kirche einmal anders.
Schauen Sie doch mal rein!
Donnerstag, 26. März

„Lehre mich Erkenntnis und rechtes Urteil!” (Ps 119,66)
Jeder lebt hinter einem Gitter, das er mit sich herumträgt...
Franz Kafka
Freitag, 27. März

„Du sollst nicht morden.” (Dtn 5,17)
„Nicht Gewehre bringen Menschen um - Menschen bringen Menschen um!”
Filmzitat aus: Needful Things
Samstag, 28. März

„Da erhoben sich Berge und senkten sich Täler an den Ort, den du für sie bestimmt hast.”
(Psalm 104, Vers 8)
... und auf einmal gibt es FrauenOrte
Der Park Luisium in Dessau, benannt nach der Fürstin Louise von Anhalt-Dessau, zählt zu den bislang rund 50 FrauenOrten in Deutschland. Für die Fürstin waren der Park und das Schloss ein bevorzugter Rückzugsort. Als FrauenOrte werden Orte ausgezeichnet an denen Frauen auf ihre ganz eigene Art Geschichte geschrieben haben. FrauenOrte machen Frauengeschichte im öffentlichen Raum sichtbar und wollen an Vergessenes erinnern, Klischees ausräumen und zur Auseinandersetzung auffordern.
Und wo ist Ihr bevorzugter FrauenOrt?
Sonntag, 29. März

„Du lässt Gras wachsen für das Vieh, auch Pflanzen für den Menschen, die er anbaut, damit er Brot gewinnt von der Erde.” (Ps 104,14)
Rezept für eine Fastenspeise:
Spinatknödelchen
Zutaten:
¼ Liter Milch
4 Eier
1 nußgroßes Stückchen Schmalz
¼ Liter Mehl
Salz
Zubereitung:
Eine handvoll Spinat wird gewaschen, gebrüht und nach einer Viertelstunde fest ausgedrückt, hierauf mit einer halben kleinen Zwiebel recht fein gewiegt. Dann 52 Gr. Butter schaumig gerührt, ein Milchbrot in Milch eingeweicht, fest ausgedrückt daran gerührt; ebenso etwas Salz und ein ganzes Ei. Alsdann werden Knödel daraus geformt und dann gesotten.
aus einem Fastenkochbuch von 1909
Montag, 30. März

„In deiner Hand sind alle Heiligen...” (Dtn 33,3)
Ein Heiliger ist ein toter Sünder,
überarbeitet und neu herausgegeben...
Ambrose Bierce
kfd - Wir machen die bewegende Kraft des Glaubens erlebbar.
Dienstag, 31. März

„Der von Herzen die Wahrheit sagt und mit seiner Zunge nicht verleumdet.” (Ps 15,2)
Diplomatie ist die Kunst, mit hundert Worten zu verschweigen, was man mit einem einzigen Wort sagen könnte.
Saint-John Perse
Mittwoch, 1. April

„Wir haben durch Christus so großes Vertrauen zu Gott.” (2 Kor 3,4)
Glücklich
wer frühmorgens
sich festmacht im Urvertrauen
in den Herausforderungen des Lebens getragen zu sein
Pierre Stutz
Donnerstag, 2. April

„Hass weckt Streit. Liebe deckt alle Vergehen zu.”
(Spr 10,12)
„Hass ist Ballast. Das Leben ist zu kurz um immer wütend zu sein.”
Filmzitat aus American History X
Freitag, 3. April

„Wenn also jemand in Christus ist, dann ist er eine neue Schöpfung.” (2 Kor 5,17)
Jeden Morgen trifft jede Frau eine Auswahl, um sich selbst neu zu erschaffen.
Ilene Beckerman
kfd - Wir stärken Frauen in ihrer Einzigartigkeit und in ihren jeweiligen Lebenssituationen.
Samstag, 4. April

„Seid reichlich dankbar.” (Kol 2,7)
Oft erleiden wir Schiffbruch ohne unterzugehen,
oft stürzen wir von Klippen ohne zu zerschellen,
oft öffnet sich die Erde ohne uns zu verschlingen,
oft fängt uns der Engel auf ohne dass wir danken...
Gräfin zu Solms-Wildenfels
Sonntag, 5. April

„Heute muss ich in deinem Haus zu Gast sein.”
(Lk 19,5)
Rituale - Quellen der Ermutigung
Das Bild zeigt eine kfd-Gruppe aus Meerbusch. Dort war ich diesen Monat zu Gast, um über Rituale zu sprechen. Rituale waren und sind für diese Gruppe kein Fremdwort. Seit 40 Jahren werden hier die vielfältigsten Formen von Ritualen gepflegt und gelebt. Rituale sind hier nichts Erstarrtes, sondern etwas höchst Lebendiges. Wer mehr über die Grundhaltungen einer Ritualleiterin erfahren möchte, kann hier klicken:
R |
aum schaffen, damit Begegnungen möglich werden |
I |
n Verbindung treten mit der göttlichen Kraft |
T |
hanks - Danken für das, was geschieht |
U |
eberzeugung, dass im Ritual etwas passiert, es aber nicht machbar ist |
A |
chtung vor den Menschen, für die und mit denen Rituale gefeiert werden |
L |
oslassen von bestimmten Vorstellungen / Erwartungen |
E |
ntwicklungen geduldig abwarten, Prozessen ihre Zeit lassen |
Diese Grundhaltungen gehen auf Anne Höfler zurück.
Montag, 6. April

„... dass Gott uns eine Tür für das Wort auftue.” (Kol 4,3)
Je länger man vor der Tür zögert,
desto fremder wird man...
Franz Kafka
Dienstag, 7. April

„... dein Reich komme, dein Wille geschehe wie im Himmel, so auf der Erde.„ (Mt 6,10)
Vor der Sitzung ein Vaterunser
Australische Abgeordnete sagten, das Vaterunser sei eine „überparteiliche Bestärkung unserer Verpflichtung gegenüber dem australischen Volk„. Es könne auch nichtreligiösen oder andersgläubigen Abgeordneten zugemutet werden. Damit wurde der Vorschlag des Parlamentspräsidenten das Gebet abzuschaffen, mehrheitlich abgelehnt.
Mittwoch, 8. April

„Ich werde einen Engel schicken, der dir vorausgeht. Er soll dich auf dem Weg schützen und dich an den Ort bringen, den ich bestimmt habe.” (Ex 23,20)
Wege entstehen dadurch, dass man sie geht.
Franz Kafka
Gründonnerstag, 9. April

„Steh auf und iss!” (1 Kön 19,7)
An den Frühstückstisch treten, heißt ein neues Leben beginnen.
Peter Bamm
Karfreitag, 10. April

„Aber er hat unsere Krankheit getragen und unsere Schmerzen auf sich geladen.” (Jes 53,4)
Wunsch
spucken möchte
ich die
schmerzen
vor
deine
füße
schreien
möchte
ich die
ängste
in
eure
gesichter
von: meike schneider (am 3. Februar 2005 mit 22 Jahren an Leukämie gestorben)
Karamstag, 11. April

„Nun lerne, wo die Einsicht ist, wo Kraft und wo Klugheit, dann erkennst du zugleich, wo langes Leben und Lebensglück, wo Licht für die Augen und Frieden zu finden sind.” (Bar 3,14)
also doch
also doch -
doch nicht mehr hoffen
doch nur noch abschied
nur noch erinnerung
aber erinnerung:
da war doch EINER
mit dem sie gehofft hatten
auf den sie gehofft hatten
aber vergeblich -
der kam wieder
der kommt wieder
etwa nur er?
also doch:
hoffnung
Klaus Haacker
Ostersonntag, 12. April

„Richtet euren Sinn auf das Himmlische und nicht auf das Irdische!” (Kol 3,2)
Mich ausrichten auf den Himmel
Mein Blick-Feld reinigen
damit sich mir eine neue Weite eröffnet
die grenzenlose Verbundenheit schafft
Mich orientieren am Himmel:
Meinen Horizont vergrößern
damit ich den größeren Zusammenhang entdecke
der auch ein Leben vor dem Tod fördert
Mich geborgen fühlen im Himmel:
Mein Urvertrauen freilegen
damit ich mitten im Alltag höre:
Ich bin mit euch alle Tage eures Lebens!
Pierre Stutz