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Verbändetag am 2. Juni
Parlamentarischer Abend des Landesfrauenrates NW
Landesarbeitsgemeinschaft kfd NRW präsentiert sich im Landtag
Miteinander ins Gespräch über frauenpolitisch relevante Themen kamen (v. l.) Annette Diesler, Geistliche Beglei-terin der kfd im Diözesanverband Aachen, Reimund Billmann, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Herzogenrath, Landtagspräsidentin Regina van Dinther, Bundesvorsitzende der kfd Maria Theresia Opladen, Vorstandsmitglied Marie-Theres Jung, Geschäftsstellen-leiterin Nina Rau, sowie die Aachener Gleichstellungs-beauftragte Roswitha Damen. (Foto: Beatrice Tomasetti)
Bei einem „Parlamentarischen Abend“, den der Landesfrauenrat NRW am 27.05.2009 im Düsseldorfer Landtag ausrichtete, warb auch die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) der Katholischen Frauengemeinschaft Deutsch-lands (kfd) NRW mit ihren Diözesanverbän-den Aachen, Essen, Köln, Münster und Paderborn für ihre Interessen und damit für ihre gesellschaftspolitische Arbeit im vorpar-lamentarischen Raum. Dabei repräsentieren sie die Meinung von insgesamt rund 400.000 Frauen, die in diesen fünf Diözesanverbän-den der kfd zusammengeschlossen sind.
An einem rege besuchten Info-Stand vor dem Plenarsaal war die LAG, die allein sechs Delegierte im Landesfrauenrat stellt, mit 15 Mitarbeiterinnen aus allen fünf Diözesan-leitungen und der kfd-Bundesvorsitzenden Maria Theresia Opladen vertreten. Hier suchten die kfd-Frauen nach der Plenar-sitzung gezielt das Gespräch mit den Mit-gliedern des Landtags und standen Rede und Antwort bei den für die Katholische Frauen-gemeinschaft Deutschlands relevanten Themen. Im Austausch mit zahlreichen Abgeordneten ging es der kfd darum, für die politischen Positionen dieses bundesweit größten Frauenverbandes zu sensibilisieren. Dabei nutzte die kfd die Gelegenheit, ihre Stellungnahmen zu aktuellen Themen wie beispielsweise der Familien-, Renten- oder Integrationspolitik zu erläutern, um so für eine politische Interessenvertretung auf Landesebene zu werben. Zu ihren konkreten familienpolitischen Forderungen gehört beispielsweise, dass ältere Frauen, die mehrheitlich über ihre Ehemänner sozial abgesichert sind, auch weiterhin auf die ihnen zugesagten staatlichen Leistungen bauen können wie zum Beispiel auf die Beibehaltung des Ehegattensplittings. Für jüngere Frauen macht sich die kfd für eine Ausdehnung des Elterngeldes stark. Außerdem tritt der Verband für ein dreistufiges Rentenmodell ein, das eine Sockelrente für alle vorsieht, die bestehende Arbeitnehmerpflichtversicherung beibehält sowie einen Ausbau der betrieblichen Altersversorgung und einen Aufbau der privaten Altersversorgung vorsieht. „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ heißt ein weiteres Schlagwort, mit dem die kfd mehr soziale Gerechtigkeit in der Arbeitswelt und die Gleichstellung von Mann und Frau einfordert. Auch beim Thema „Gewalt gegen Frauen“ üben kfd-Frauen Solidarität: Mit einer entsprechenden Kampagne wollen sie aufklären und Hilfestellung geben. „Denn häusliche Gewalt ist kein Schicksal“, zeigen sie sich überzeugt. „Wir verstehen uns immer als Lobbyistinnen für alle kfd-Frauen“, sagte die kfd-Bundesvorsitzende Maria Theresia Opladen, „und das kontinuierlich und nicht nur in Wahlkampfzeiten. Dafür aber müssen wir zusammen mit den Diözesanverbänden unsere Frauenthemen noch eindeutiger in die Politik bringen.“
Die Vertreterinnen der LAG verabreden sich während eines Jahres regelmäßig zu gemeinsamen Erklärungen und Aktionen in Kirche und Gesellschaft. Aktuell bereitet die LAG mit Blick auf den Kommunalwahlkampf 2009 einen gemeinsamen Aufruf gegen „PRO NRW“ vor, der die kfd-Mitglieder landesweit auf die rechtspopulistische Bewegung und deren Menschen ausgrenzenden Zielsetzungen aufmerksam machen soll.